Samstag, 18. Juni 2011

Williams Lake: Golf

Tagesprogramm heute: Golf.

Zuerst Driving Range im "The Williams Lake Golf and Tennis Club" dann eine 9-Hole Runde im "Coyote Rock Golf Course".

Zum erstenmal war es richtig warm (24°C).

Da das unsere erste Begegnung mit dem Golfsport war (abgesehen davon, dass ich vorher 2 x auf einer Driving Range war), waren wir entsprechend erfolgreich.

Schläger falsch gehalten, Luftlöcher geschlagen, Rasen beschädigt, Ball verloren und gefühlte 100 Schläge pro Loch. Aber alleine das Caddy-Fahren war es wert :-)

Hat Spaß gemacht.

getroffen. Sieht man den Ball?

Rough..

...und noch rougher.

Freitag, 17. Juni 2011

...und es gibt ihn doch: den gemeinen Elch!

Wir mussten nur weiter in den Norden fahren und da war er: Alces alces, der gemeine Elch. Zuerst ist uns eine Elchkuh mit ihrem Jungen (kaum 1 m groß, ein echter Winzling) kurz vor dem Auto über die Straße gelaufen und am Abend haben wir dann nochmal einen jungen Bullen gesehen. Durchs Fernglas gesehen, gehen wir von einem Bullen aus :-)

So'n Elch ist ganz schön groß. Und mir lag es auf der Zunge...."Na, warum so'n langes Gesicht?". Aber die Kerle sind ganz schön scheu. Die verschwinden ziemlich schnell wieder im Wald, wenn man nicht aufpasst. Da sind die Bären viel cooler. (Simone meint ja, ich wäre nicht für die Tierbeobachtung geeignet. Viel zu unruhig und laut.)

Ach ja, mehrere Bären gab es heute auch wieder. Unter anderem eine Mutter mit 2 Kleinen. Aber da stand schon ein ganzer Pulk an Autos und die haben sie gerade vertrieben.

Und was haben wir den ganzen Tage gemacht? Barkerville angesehen. Eine historische Stadt aus der Zeit des Goldrausches, die dann (wie viele andere auch) einfach aufgegeben wurde.

Tja, da kann man einen ganzen Tag verbringen.

Da das Städtchen ganz schön weit abseits liegt sind wir erst gegen 20.00 Uhr in Quesnel gelandet und haben uns dort eine Unterkunft gesucht.

Morgen hoffe ich auf ein paar Schläge auf einer Driving Range in Williams Lake.

So long..


Barkerville Drugstore
Barkerville General Store


Barkerville

Das Ende eines Mythos: Der Elch

Donnerstag, 16. Juni 2011

GPS-Track

Hier die Summe aller Tracks bis Prince George

Link

Richtung Norden und dann immer geradeaus..

Wir verlassen die Haupt-Touristenroute und fahren Richtung Norden nach Prince George. Kaum aus Jasper raus, merkt man sehr schnell, dass es einsamer wird. Fährt man bei "Tete Jaune Cache" weiter auf dem Highway 16 (Yellowhead Highway) und biegt nicht auf die 5 nach Süden, so ist man plötzlich ganz alleine. Und ab McBride wid es unheimlich. Ein Schild sagt: "Check your fuel. Next Services 202 km". Ups, Kanadas unendliche Weiten.

Das war heute also eher ein Tag um "Kilometer zu fressen", aber wir wurden entschädigt. Kurz nach McBride und nochmal 50 km vor Prince George haben wir am Straßenrand wieder Schwarz-Bären gesehen.




In Prince George machen wir nur Zwischenstation, um Morgen nach Barkerville zu kommen.

Ach ja, meine Pläne, mich selbständig zu machen habe ich fallen lassen. Allerdings habe ich auf Anfrage meinen guten Namen für ein Bistro gegeben ;-) Und nein, das ist nicht unser Auto.






Ok, der Gag war ein bisschen flach, aber ich konnte nicht wiederstehen.

Ach ja, der höchste Berg in den kanadischen Rockies, der Mount Robson wollte sich nur zum Teil zeigen. Angeblich liegt er an 2 von 3 Tagen unter Wolken. Heute war wohl Tag 2.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Jasper: Maligne Lake, Schwarzbär und James Bond?

Von Jasper aus ging es heute in östlicher Richtung zum Maligne Lake. Das besondere am Maligne Lake soll Spirit Island sein, eine winzige (Halb-)Insel im See, die auch nur mit einem der Ausflugsschiffe zu erreichen ist. Spirit Island ist wohl eines der meistfotografierten Motive in Kanada (angeblich). Macht auch bei schönem Wetter einiges her, aber bei bewölktem Himmel wahrscheinlich nicht so.

Tja die Reise mit so einem Boot kostet 55 $ pro Nase und man sitzt unter Deck und kann nicht auf ein Sonnendeck (heißt das eigentich auch so, wenn keine Sonne scheint? Und Nachts?). Und bei dem Wetter war uns das ehrlicherweise too much. Ausserdem herrschte dort eine echte Mückenplage. Wir sind eine Weile am See entlang spaziert (unser Tempo kann nicht als hiken bezeichnet werden). Die Viecher haben uns fast gefressen.

Das Highlight des Tages war aber wieder ein Bär, ein Schwarzbär. Immer wenn viele Autos am Straßenrand stehen ist es verdächtig. Der Bursche war diesesmal nicht so weit weg und hatte wohl gerade Salat-Tag. Er hat sich sämtliche Löwenzahn geschnappt.

Gegen späten Nachmittag waren wir dann noch auf dem Whistlers mit der Jasper Tramway. Auch wenn wir hier Flight 49 des Tages haben, so handelte es sich nicht wirklich um einen Flug, sondern wirklich um die Fahrt mit einer Gondel.

Wer wie ich James Bond liebt, fühlt sich gleich erinnert an die Gondel in "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" mit George Lazenby. Die Gondel zum Piz Gloria. Auf der Fahrt nach oben hatten wir Glück, denn wir waren ganz allein in der Gondel und konnten den Ausblick über die Rocky Mountains in aller Ruhe genießen.

Oben wehte dann ein heftiger Wind und es hatte nur 6° C. Den Weg bis zum Gipfel haben wir aufgrund des Windes und der Kälte nicht ganz geschafft.

Morgen verlassen wir so ein wenig die eingetretenen Touristenpfade und machen uns langsam auf den Weg Richtung Vancouver. Die Route steht noch nicht zu 100% fest, aber es gibt so oder so noch einiges zu sehen.

Schwarzbär beim Frühstück

... so sieht es dann am Straßenrand aus

Maligne Lake

Irgendwo in den Rockies

Whistlers

Jasper mit einem Hauch von Regen

Sunwapta Falls, Valley of 5 Lakes und Waschsalon

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Sunwapta Falls Resort sind wir kurz um die Ecke zu den gleichnamigen Sunwapta Falls. Leider hat das Wetter wieder nicht mitgespielt (ich will ja nicht jammern, aber es ist halt so).

Zwar sind wir nicht nass geworden, weil es auch Regenpausen gab, aber so richtig spektakulär sieht so ein Wasserfall bei diesigem Wetter halt nicht aus. Und fotografieren kann man sich dann auch schenken.

Dann also ab nach Jasper. Unterwegs mehrfach angehalten, vor allem aber an den Athabasca Falls. Ja, ja, Athabasca Gletscher, Athabasca River, Athabasca Falls und Athabasca Resort; da kommt man leicht durcheinander :-)

Ab den Athabasca Falls haben wir die 93 (Icefields Parkway) verlassen und sind auf der alten 93A gefahren. War gefährlich als Rough-Road ausgewiesen (nicht zu verwechseln mit der Dirt-Road). War aber harmlos. Ich glaube die Strecke zwischen Hahnheim und Köngernheim ist schlimmer.

Dort haben wir dann Bär No. 4 gesehen. Leider nur sehr kurz und nur von hinten, weil er sich gerade in den Wald abgemacht hat. Die Parkrangerin, die zufällig vor Ort war (woher wissen die immer, wo was los ist?), war sich auch nicht sicher, ob es ein Grizzly oder ein Cinamon Black Bear gewesen sei. Er war halt zu schnell weg.

Aber wo sind die Elche? Gestern Abend an der Rezeption habe ich den Chef hinter der Theke gefragt und er (Australier) meinte, er hätte auch noch keinen Elch gesehen, außer den Ausgestopften in der Lobby. Ich meinte dann nur zu ihm, dass ich langsam glaube, dass es sich bei Elchen nur um einen Mythos handeln könnte. Er war der gleichen Meinung.

Nun gut, wir haben ja noch knapp 2 Wochen Zeit und es geht eventuell noch ein bisserl nördlicher. Obwohl, in Vancouver die letzten Tage, werden wir sie wohl außer im Zoo auch nicht sehen.

Wie auch immer, kurz vor Jasper haben wir noch eine kleine Wanderung (das versteht hier nur niemand --> Hike) im Valley of  5 Lakes gemacht. Knapp 5 km Loop. Hört sich nicht viel an, aber da wir mittlerweile beide Rückenschmerzen haben, war es am Ende eine ordentliche Leistung.

Ich will ja nicht jammern... (s.o.)

Für Jasper hatten wir ursprünglich geplant, einmal B&B zu machen. Unsere Bekanntschaft Alain aus Montreal (siehe Blog USA) hatte uns eine Kontaktadresse gegeben, allerdings entpuppte sich das weder als B&B (es war eine Event Agentur) noch als in Jasper (we are 1 hour far east from Jasper). Wir also ins Visitor-Center und dort nach Unterkünften gesucht.

Alle Möglichkeiten in einem 6-seitigen DINA4 Flyer nur nach Alphabet sortiert. Keine Möglichkeit zu filtern :-) ? z.B. nur private Bathroom, und und und..

OK, 15 Minuten studiert, 4 Adressen herausgepickt, 1 davon angerufen, ausgebucht, Schnauze voll gehabt, Hotel genommen :-) Ja wo kommen wir denn da hin, wenn man zig Adressen manuell herausfiltern muss und dann stundenlang herumtelefonieren muss. (Das war nur ein Scherz, aber wir waren müde und hungrig, und da ist es mit der (meiner) Geduld nicht so weit her.) Mein 2. Vorname ist "Ungeduld".

Mit der gesparten Zeit sitzen wir jetzt satt und zufrieden in einem Waschsalon und machen einen auf große Wäsche. Es ist 19.00 Uhr und  es ist hier noch einiges los.

Immer wenn wir 3 Wochen unterwegs sind, wird mindestens 1 x gewaschen und jedes Mal stellen wir wieder fest: Waschsalons sind echt cool. Hier gibt es auch eine kleine Kaffee-Bar, wir sitzen am Fenster. Simone liest und ich schreibe diesen Post. Ich kann so relaxen dabei. Eigentlich lernt man immer jemanden kennen. Jetzt wo ich gerade so ins Schwärmen komme, vielleicht sollten wir nächstes Jahr 3 Wochen in einen Waschsalon fahren. Eine Überlegung ist es wert.

Der Onkel macht doch nur Spaß...

So that's it für heute. Bilder gibt's keine. Nur weißen Himmel und Bären, die man nicht mehr sieht, will keiner sehen.

Übrigens, meine Nähe zu den AHK-Mädels veranlasst mich, über eine Veränderung nachzudenken und ggfs. in die Gastro-Branche irgendwo im Ausland einzusteigen. Mal schauen. Ihr glaubt es nicht? Abwarten und auch den nächsten Post lesen. There's more to come...

Montag, 13. Juni 2011

Icefields Parkway bis Sunwapta Falls

Ich habe wenig Lust zu schreiben, weil ich tierische Rückenschmerzen habe. Das vermiest mir das Hiken ganz schön.

Kurz und knapp:

Von Lake Louise auf dem Icefields Parkway Richtung Jasper bis Sunwapta Falls gefahren. Dazwischen einige Stopps gemacht (Peyto Lake, Weeping Wall, Bridal Falls, Columbia Icefield mit Athabasca Glacier) und ein Höhepunkt waren 2 Grizzly Bären am Straßenrad. Einer davon schlafend und der Andere in der Erde wühlend wie ein Trüffelschwein :-)

Wirklich sehr schöne Eindrücke, aber .. Rücken.

Grizzly No. 2

Peyto Lake

Weeping Wall

Columbia Icefield

Athabasca Glacier (Hintergrund)

Unser Auto

Athabasca Glacier (nochmal aus der Nähe)